Brevo (früher Sendinblue) ist in unserem Software-Vergleich der beste Einstieg: ein dauerhaft kostenloser Tarif, E-Mail, SMS und CRM aus einer Hand, Sitz in Paris. Wir haben uns aus einem einfachen Grund für Brevo entschieden: Die Programmierschnittstelle (API) steht auch im Gratis-Tarif zur Verfügung. So kann unser eigenes Anmeldeformular Adressen direkt übergeben, ohne fremde Skripte oder Cookies auf der Website.
Die Einrichtung hat bei uns weniger als eine Stunde gedauert. Entscheidend ist die Reihenfolge: erst die Domain authentifizieren, dann die Liste und die Mails.
Was der Gratis-Tarif kann – und wo er endet
- 300 E-Mails pro Tag, also rund 9.000 im Monat. Für einen jungen Newsletter reicht das lange.
- API, Formulare, Double Opt-in und einfache Automationen sind enthalten.
- Brevo-Logo in jeder Mail. Ohne Logo und für mehr Volumen brauchen Sie einen bezahlten Tarif.
- Das Tageslimit gilt für alle Mails zusammen, auch für Bestätigungs- und Willkommensmails.
Limits und Preise ändern sich gelegentlich. Prüfen Sie vor der Entscheidung die aktuelle Preisseite von Brevo.
Einrichtung Schritt für Schritt
Konto mit der eigenen Domain anlegen
Registrieren Sie sich mit einer Adresse auf Ihrer eigenen Domain, zum Beispiel info@ihre-domain.de. Brevo legt sie automatisch als ersten Absender an und bestätigt sie über den Link in der Registrierungsmail.
Warum: Freemail-Absender wie Gmail oder GMX werden von den großen Postfachanbietern bei Massenversand abgewiesen. Nur mit eigener Domain lässt sich sauber authentifizieren.
Domain hinzufügen
In Brevo unter Einstellungen → Absender, Domains und dedizierte IPs → Domains die Domain hinzufügen. Brevo zeigt danach die nötigen DNS-Einträge an. Für einige DNS-Anbieter gibt es eine automatische Einrichtung; die manuelle Variante dauert wenige Minuten.
DNS-Einträge setzen
Bei uns hat Brevo genau drei Einträge verlangt (Werte gekürzt, Ihre lauten anders):
| Typ | Name | Wert | Zweck |
|---|---|---|---|
| TXT | @ | brevo-code:3a41… | Besitznachweis |
| CNAME | brevo1._domainkey | b1.ihre-domain-de.dkim.brevo.com | DKIM |
| CNAME | brevo2._domainkey | b2.ihre-domain-de.dkim.brevo.com | DKIM |
Nutzen Sie Cloudflare, stellen Sie die beiden CNAME-Einträge auf „Nur DNS" (graue Wolke), nicht auf „Proxied". Danach in Brevo auf Authentifizieren klicken. Bei uns war die Domain nach etwa einer Minute grün; je nach DNS-Anbieter kann es bis zu 48 Stunden dauern.
Warum: Über die CNAME-Einträge signiert Brevo jede Mail mit Ihrer eigenen Domain. Die Schlüssel verwaltet Brevo selbst und kann sie wechseln, ohne dass Sie das DNS erneut anfassen müssen.
DMARC: vorhandenen Eintrag behalten
Brevo schlägt einen DMARC-Eintrag mit p=none vor. Haben Sie bereits einen, legen Sie keinen zweiten an – pro Domain ist nur ein DMARC-Eintrag erlaubt. Wir versenden mit p=reject und strengem Alignment (adkim=s), und die Mails kommen an, weil DKIM mit unserer Domain besteht.
Warum kein SPF-Eintrag? Brevo hat bei uns keinen SPF-Eintrag verlangt. Die Rücklaufadresse liegt auf einer Brevo-Domain; für DMARC reicht ein bestandenes, passendes DKIM. Mehr zu den Zusammenhängen in unserer SPF/DKIM/DMARC-Anleitung.
Liste anlegen und Double Opt-in einschalten
Legen Sie unter Kontakte → Listen eine eigene Liste an. Für Anmeldeformulare aktivieren Sie das Double Opt-in: Brevo schickt dann zuerst eine Bestätigungsmail, und der Kontakt landet erst nach dem Klick in der Liste.
Nutzen Sie ein eigenes Formular über die API, braucht die Bestätigungsmail eine Vorlage mit dem Tag optin und dem Platzhalter {{ doubleoptin }} als Link. Nach dem Klick leitet Brevo auf eine Seite Ihrer Wahl weiter – bei uns die Seite mit dem Download.
Warum: Double Opt-in ist in Deutschland der Standard, um eine Einwilligung nachzuweisen. Es hält außerdem Tippfehler und Spamfallen aus der Liste.
Willkommensmail verschicken
Die einfachste Lösung ist eine Automation mit dem Auslöser „Kontakt zur Liste hinzugefügt" und der Willkommensmail als erstem Schritt. Wir lösen sie technisch über einen Webhook aus, der bei der Aufnahme in die Liste unsere Website benachrichtigt; die Website schickt dann die Mail über die API.
Warum: Die erste Mail nach der Anmeldung wird am häufigsten geöffnet. Das sind genau die positiven Signale, die Postfachanbieter für die Reputation auswerten.
Testen, bevor es live geht
Melden Sie sich mit einer eigenen Adresse über das Formular an und gehen Sie den ganzen Weg: Bestätigungsmail, Klick, Weiterleitung, Willkommensmail. In den Versand-Logs von Brevo sehen Sie, ob die Mails zugestellt, geöffnet und geklickt wurden.
Prüfen Sie im Header einer empfangenen Mail die Zeile Authentication-Results: Dort sollten dkim=pass mit Ihrer Domain und dmarc=pass stehen. Die DNS-Seite prüft unser kostenloser SPF-, DKIM- und DMARC-Check.

Brevo können Sie dauerhaft kostenlos nutzen – genug, um Einrichtung und Anmeldestrecke in Ruhe aufzubauen, bevor Sie größere Listen anschreiben.
Brevo kostenlos startenDatenschutz: was Sie selbst erledigen müssen
- Auftragsverarbeitung: Der Vertrag (AVV) ist bei Brevo Teil der Nutzungsbedingungen und gilt mit der Registrierung. Ein separates Unterschreiben war bei uns nicht nötig.
- Datenschutzerklärung: Nennen Sie Brevo als Dienstleister, beschreiben Sie das Double-Opt-in-Verfahren und die Speicherdauer.
- Formular: Nur die E-Mail-Adresse abfragen, klarer Hinweis auf Newsletter und Abmeldemöglichkeit.
- Abmeldung: Ein Abmeldelink gehört in jede Mail, auch in die Willkommensmail.
Das ist keine Rechtsberatung. Lassen Sie Ihre Datenschutzerklärung im Zweifel prüfen.
Brevo oder GetResponse?
Brevo ist die bessere Wahl, wenn Sie klein starten und ohne monatliche Kosten eine eigene Anmeldestrecke bauen wollen. GetResponse lohnt sich, wenn Sie Landingpages, Webinare und komplexere Automationen in einem Tool brauchen; die API ist dort allerdings den bezahlten Tarifen vorbehalten. Den ausführlichen Vergleich finden Sie in Beste E-Mail-Marketing-Software.
Häufige Fragen
- Ist Brevo kostenlos?
- Ja, es gibt einen dauerhaft kostenlosen Tarif mit 300 E-Mails pro Tag. Die Mails tragen dann ein Brevo-Logo. Für mehr Volumen oder ohne Logo braucht es einen bezahlten Tarif.
- Braucht Brevo einen SPF-Eintrag?
- Für die Domain-Authentifizierung hat Brevo bei uns nur den Bestätigungscode und zwei DKIM-Einträge verlangt. DMARC besteht über DKIM, weil Brevo mit Ihrer Domain signiert.
- Funktioniert Brevo mit DMARC p=reject?
- Ja, sobald die Domain authentifiziert ist. Brevo signiert dann mit Ihrer eigenen Domain, und DKIM besteht auch bei strengem Alignment. Wir versenden selbst mit
p=reject. - Ist Brevo DSGVO-konform nutzbar?
- Brevo ist ein Anbieter mit Sitz in Paris. Der Auftragsverarbeitungsvertrag ist Teil der Nutzungsbedingungen und gilt mit der Registrierung. Ihre Datenschutzerklärung und das Double-Opt-in-Verfahren müssen Sie trotzdem selbst sauber umsetzen.