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Google Workspace: SPF, DKIM und DMARC einrichten

Ihre Firmenmails laufen über Google Workspace, die Domain liegt aber bei IONOS, STRATO, ALL-INKL oder einem anderen Anbieter? Diese Anleitung zeigt, welche Einträge Sie dort setzen, wo Sie in der Admin-Konsole den DKIM-Schlüssel erzeugen und warum Google ohne diesen Schritt nicht mit Ihrer Domain signiert.

Aktualisiert am

Die drei Einträge arbeiten zusammen: SPF legt fest, welche Server mit Ihrer Domain versenden dürfen. DKIM versieht jede Mail mit einer Signatur, deren öffentlicher Schlüssel im DNS steht. DMARC sagt dem Empfänger, was mit Mails passieren soll, die weder über SPF noch über DKIM zu Ihrer Domain passen. Die Grundlagen erklären wir in der allgemeinen Anleitung zu SPF, DKIM und DMARC.

Gmail und Yahoo verlangen seit Februar 2024 von Massenversendern (ab etwa 5.000 Mails pro Tag) SPF, DKIM und DMARC, Microsoft stellt seit Mai 2025 für Outlook.com und Hotmail ähnliche Anforderungen. Auch bei kleinem Volumen gilt: Ohne saubere Authentifizierung landen Mails schneller im Spam – gerade bei GMX, WEB.DE und T-Online.

Vorab: Die Einträge setzen Sie bei Ihrem DNS-Anbieter

Google Workspace verwaltet kein DNS für Ihre Domain (außer Sie haben die Domain direkt bei Google gekauft). Die Admin-Konsole erzeugt nur die Werte – eingetragen werden sie dort, wo die Nameserver Ihrer Domain hinzeigen. In Deutschland ist das typischerweise der Webhoster, bei dem auch die Website liegt:

Welche Einträge gerade tatsächlich veröffentlicht sind, zeigt unser kostenloser Domain-Check – er kennt auch den Google-Selektor google.

Einrichtung Schritt für Schritt

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MX-Eintrag prüfen

Damit Mails an Ihre Domain bei Google ankommen, braucht die Domain den MX-Eintrag von Google. Für neue Einrichtungen nennt Google einen einzigen Wert:

TypNameWertPriorität
MX(leer bzw. @)smtp.google.com1

Ältere Workspace-Domains nutzen noch fünf Einträge, die mit aspmx beginnen (etwa aspmx.l.google.com). Laut Google werden diese weiterhin unterstützt – Sie müssen nicht umstellen.

Warum prüfen: Beim Umzug zu Google bleiben oft die alten MX-Einträge des Hosters stehen. Dann landet ein Teil der eingehenden Mails im alten Hoster-Postfach, das niemand mehr liest. Entfernen Sie alle MX-Einträge, die nicht zu Google gehören.

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SPF-Eintrag anlegen oder ergänzen

Versenden Sie ausschließlich über Google Workspace, empfiehlt Google genau diesen TXT-Eintrag auf der Domain selbst (Name leer bzw. @):

v=spf1 include:_spf.google.com ~all

Häufig verschickt aber noch etwas anderes mit Ihrer Domain: das Kontaktformular der Website über den Mailserver des Hosters, ein Shop-System, ein Rechnungsprogramm. Dann gehören alle in einen Eintrag:

HosterSPF mit Google und Hoster
IONOSv=spf1 include:_spf.google.com include:_spf-eu.ionos.com ~all
STRATOv=spf1 include:_spf.google.com include:_spf.strato.com ~all
ALL-INKLv=spf1 include:_spf.google.com include:spf.kasserver.com ~all

Läuft über den Hoster gar kein Versand mehr, nehmen Sie dessen include heraus. Google empfiehlt ~all am Ende, nicht -all.

Warum nur ein Eintrag: Pro Domain ist genau ein SPF-Eintrag erlaubt, und er darf höchstens 10 DNS-Abfragen auslösen. _spf.google.com kostet derzeit nur eine Abfrage, weil Google darin die IP-Bereiche direkt auflistet. Viele Newsletter-Dienste wie Brevo brauchen gar kein SPF-include auf Ihrer Domain, weil sie DMARC über DKIM bestehen.

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DKIM-Schlüssel in der Admin-Konsole erzeugen

Melden Sie sich mit einem Super-Admin-Konto in der Google Admin-Konsole (admin.google.com) an und öffnen Sie Menü → Apps → Google Workspace → Gmail → E-Mail authentifizieren.

  • Unter Ausgewählte Domain Ihre Domain wählen.
  • Neuen Eintrag erstellen klicken.
  • Schlüssellänge 2.048 wählen, wenn Ihr DNS-Anbieter das unterstützt, sonst 1.024.
  • Das Präfix (den Selektor) auf google lassen und Erstellen klicken.

Die Konsole zeigt jetzt den DNS-Hostnamen und einen langen TXT-Wert, der mit v=DKIM1 beginnt. Klicken Sie noch nicht auf „Authentifizierung starten“.

Gerade erst eingerichtet? Laut Google sollten Sie nach dem Aktivieren von Gmail 24 bis 72 Stunden warten, bevor Sie den Schlüssel erzeugen. Vorher kann eine Fehlermeldung erscheinen, dass der DKIM-Eintrag nicht erstellt wurde.

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DKIM-Eintrag im DNS speichern

Legen Sie bei Ihrem DNS-Anbieter einen neuen TXT-Eintrag an:

TypNameWertHinweis
TXTgoogle._domainkeyv=DKIM1; k=rsa; p=MIIBIjAN…Wert komplett aus der Konsole kopieren

Im Feld Name tragen Sie bei den meisten Anbietern nur google._domainkey ein, nicht google._domainkey.ihre-domain.de – sonst entsteht ein doppelter Domainname.

Achtung bei langen Schlüsseln: Ein einzelner Textblock in einem TXT-Eintrag darf höchstens 255 Zeichen haben, ein 2.048-Bit-Schlüssel ist länger. Gute DNS-Verwaltungen teilen den Wert automatisch auf. Wird der Wert beim Speichern abgeschnitten oder abgelehnt, erzeugen Sie in der Konsole einen 1.024-Bit-Schlüssel. Bei ALL-INKL fasst das Feld laut Anbieter bis zu 512 Zeichen, das reicht für 2.048 Bit.

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„Authentifizierung starten“ klicken

Warten Sie, bis der Eintrag im DNS sichtbar ist – oft nach Minuten, laut Google bis zu 48 Stunden. Öffnen Sie dann erneut E-Mail authentifizieren, wählen Sie die Domain und klicken Sie auf Authentifizierung starten. Der Status wechselt auf „E-Mail wird mit DKIM authentifiziert“.

Die Warnung „Sie müssen die DNS-Einträge für diese Domain aktualisieren“ kann laut Google bis zu 48 Stunden stehen bleiben, auch wenn der Schlüssel korrekt eingetragen ist.

Warum dieser Schritt so wichtig ist: Bis Sie ihn ausführen, signiert Google Ihre Mails nur mit einer Standardsignatur auf einer Google-Domain (gappssmtp.com). Diese passt nicht zu Ihrer Absenderdomain, DMARC kann sich dann nur auf SPF stützen – und SPF bricht bei jeder Weiterleitung. Der DNS-Eintrag allein reicht nicht; erst der Klick schaltet die Signatur mit Ihrer Domain ein.

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DMARC unter _dmarc anlegen

Google Workspace legt keinen DMARC-Eintrag an. Erstellen Sie bei Ihrem DNS-Anbieter einen TXT-Eintrag mit dem Namen _dmarc. Ein sinnvoller Start:

v=DMARC1; p=none; rua=mailto:dmarc@ihre-domain.de

Gibt es schon einen DMARC-Eintrag (manche Hoster legen p=none als Standard an), bearbeiten Sie diesen, statt einen zweiten anzulegen. Werten Sie die Berichte einige Wochen aus. Erscheinen darin nur noch Ihre eigenen, korrekt authentifizierten Versender, stellen Sie auf p=quarantine und später auf p=reject um.

Tipp: Legen Sie für die Berichte in Workspace eine Gruppe oder einen Alias an, nicht das Postfach einer Person. Die täglichen XML-Berichte von Google, Microsoft und anderen füllen sonst den Posteingang.

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Testen

Google empfiehlt, eine Testmail an ein Gmail-Postfach außerhalb Ihrer Organisation zu schicken und dort über Original anzeigen die Zeile „Authentication-Results“ zu prüfen. Dort sollten spf=pass, dkim=pass und dmarc=pass stehen, und bei DKIM sollte header.d= Ihre eigene Domain zeigen.

Schneller geht es mit unserem kostenlosen E-Mail-Spam-Test: Mail aus Workspace an die Testadresse schicken, und der Bericht zeigt SPF, DKIM, DMARC mit Domain-Abgleich, Absender-Server und Sperrlisten. Die DNS-Einträge allein prüft der SPF-, DKIM- und DMARC-Check.

Auszug aus dem E-Mail-Spam-Test: SPF ohne Alignment, DKIM gültig für inboxlotse.com, DMARC bestanden
Auszug aus einem Bericht des E-Mail-Spam-Tests (hier eine Mail von inboxlotse.com über Brevo): SPF passt nicht zur Absenderdomain, DKIM schon – DMARC besteht trotzdem. Bei Google Workspace sollte nach Schritt 5 unter DKIM Ihre eigene Domain stehen.

Typische Fehler mit Google Workspace

Newsletter über Google Workspace verschicken?

Workspace ist für die tägliche Korrespondenz gebaut, nicht für Newsletter. Google nennt pro Nutzer ein Limit von 2.000 Mails am Tag und höchstens 3.000 externen Empfängern pro Tag, in der Testphase nur 500. Ist ein Limit erreicht, kann das Konto bis zu 24 Stunden lang nichts mehr senden – auch keine normalen Geschäftsmails.

Hinzu kommt: Ein Newsletter braucht einen One-Click-Abmeldelink, Bounce-Verarbeitung und Statistiken. Für den Versand an Listen ist ein spezialisierter Dienst die bessere Wahl. Er versendet mit eigener DKIM-Signatur für Ihre Domain und trennt die Reputation der Newsletter von der Ihrer Geschäftspost. Einen Überblick gibt unser Vergleich der E-Mail-Marketing-Software, die Einrichtung eines Anbieters zeigen wir am Beispiel Brevo.

Signiert Google schon mit Ihrer Domain? Schicken Sie eine Mail aus Workspace an unsere Testadresse – der Bericht zeigt SPF, DKIM und DMARC samt Domain-Abgleich.

E-Mail-Test starten

Wie es weitergeht

Mit sauberer Authentifizierung ist die technische Grundlage gelegt. Ob Ihre Mails im Posteingang landen, entscheiden danach vor allem Reputation, Inhalt und Beschwerderate. Einen Blick aus Gmail-Sicht geben die Google Postmaster Tools, sobald Sie genug Mails an Gmail-Nutzer schicken. Kommen Mails bei deutschen Anbietern nicht an, hilft Mails kommen nicht an: GMX, WEB.DE und T-Online. Nutzen Sie Microsoft statt Google, lesen Sie unsere Anleitung für Microsoft 365.

Weiterlesen: Leitfaden zur E-Mail-Zustellbarkeit — alle Faktoren im Zusammenhang.

Häufige Fragen

Richtet Google Workspace SPF, DKIM und DMARC automatisch ein?
Nein, außer Sie haben die Domain direkt bei Google gekauft. Die Admin-Konsole erzeugt den DKIM-Schlüssel, alle drei Einträge tragen Sie aber selbst bei Ihrem DNS-Anbieter ein. DKIM müssen Sie danach in der Konsole zusätzlich mit „Authentifizierung starten“ aktivieren.
Welcher SPF-Eintrag ist für Google Workspace richtig?
Wenn nur Google mit Ihrer Domain versendet: v=spf1 include:_spf.google.com ~all. Versendet zusätzlich der Hoster, etwa für das Kontaktformular, ergänzen Sie dessen include im selben Eintrag. Pro Domain darf es nur einen SPF-Eintrag geben.
Wie lautet der DKIM-Selektor von Google Workspace?
Standardmäßig google, der DNS-Name ist also google._domainkey. Sie können in der Admin-Konsole ein anderes Präfix wählen, etwa wenn der Name schon belegt ist.
2.048 oder 1.024 Bit für den DKIM-Schlüssel?
Google empfiehlt 2.048 Bit, weil der Schlüssel sicherer ist. Nur wenn Ihr DNS-Anbieter so lange TXT-Werte nicht speichern kann, weichen Sie auf 1.024 Bit aus.
Wie viele Mails darf ich mit Google Workspace pro Tag verschicken?
Laut Google bis zu 2.000 Mails pro Nutzer und Tag, an höchstens 3.000 externe Empfänger; in der Testphase sind es 500. Für Newsletter ist ein spezialisierter Versanddienst besser geeignet.